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Eine Baustelle erklimmt den Kornberg

Die ESM und die Aqua Engineering GmbH bauen Leitungen für Trinkwasser und Abwasser auf den Kornberg.

SELB/MARKTREDWITZ. Trinkwasser ist auf dem Großen Kornberg seit jeher Mangelware. Für den Betrieb der alten Hütte musste das kühle Nass früher sogar vom Tal im Tankwagen hochgeschafft werden. Bis jetzt. Die Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH (ESM) und ihre Unternehmenstochter, die Aqua Engineering GmbH, bauen dort Leitungen für Trinkwasser und Abwasser für das künftige Kornberghaus. „Wir betreiben in diesem Bereich des Kornbergs das Trinkwassernetz und sind deshalb auch für alle Hausanschlüsse zuständig, egal wie weit sie von unserer Hauptleitung entfernt sind“, sagt Klaus Burkhardt, Geschäftsführer der ESM. Im Falle des Kornberghauses sind das etliche Meter: Von der Hauptleitung in Spielberg geht es zunächst 400 Meter bergab in eine Senke, anschließend 1.800 Meter stetig bergauf. „Das ist auch für uns in der Planung und Ausführung nicht alltäglich“, sagt Andi Sprenger, Technischer Leiter der ESM. Stück für Stück arbeitet sich seit April nun eine wandernde Baustelle durch den Wald, immer dem gesperrten Forstweg folgend. Ist der Graben ausgehoben und die Leitung am Rand verlegt, rücken die ESM-Experten an, um die einzelnen Leitungsabschnitte miteinander zu verschweißen. Danach wird die Leitung in den Graben abgesenkt und mit einem schützenden Bett aus Sand umgeben. „Das Ausheben und Verfüllen des Grabens, das Einsanden der Leitung sowie die Wiederherstellung der Oberfläche sind an eine Tiefbaufirma vergeben, „die Verbindung der Rohrleitung, die Leitungsprüfung, Reinigung und das spätere Einmessen übernehmen wir selbst“, erläutert Andi Sprenger, „schließlich ist Hygiene und Zuverlässigkeit beim Lebensmittel Trinkwasser oberstes Gebot.“ Neben der Versorgung kümmern sich Andi Sprenger und seine Kolleginnen und Kollegen auch um die Abwasserentsorgung. Die Aqua Engineering GmbH ist als Tochtergesellschaft der ESM mit den Planungen und der Betreuung der Abwasserarbeiten beauftragt. „Mit der Erschließung des Kornberghauses im Auftrag des Zweckverbandes entsteht eine moderne Ver- und Entsorgungslösung. Mit Hilfe von Pumpen befördern wir Trinkwasser zuverlässig und rein hinauf und Abwasser kann sicher heruntergeleitet und in der Kläranlage in Heidelheim danach gereinigt werden“, weist Klaus Burkhard auf die Vorzüge dieser Vorgehensweise hin. Die Kosten für die neuen Leitungen tragen - wie bei allen Bauarbeiten für Hausanschlüsse - die Bauherren.

Der „Turbo“ fürs Wasser
Nicht nur die Länge des Hausanschlusses ist für die Planer der ESM ungewöhnlich, „durch den Höhenunterschied reicht der normale Leitungsdruck beim Wasser nicht aus um auf den Kornberg zu kommen“, erläutert Andi Sprenger. Aus diesem Grund wird im Sommer noch eine Druckerhöhungsanlage am Fuße des Kornbergs errichtet. Von dort wird das Trinkwasser über die verstärkten Kunststoffleitungen bis hinauf ins Kornberghaus transportiert. Beim Abwasser verhält es sich ähnlich: Das fließt zwar von ganz alleine den Berg in den Rohren hinab, von der Senke ab gelangt es dann wiederum nur über eine Druckleitung ins Kanalnetz. Während der Bauzeit, die voraussichtlich bis Anfang November andauert, bleibt der Forstweg gesperrt. Dieser kann dann rechtzeitig vor der Wintersaison wieder von den Wintersportfreunden genutzt werden.

Bildunterschrift:
Ist ein weiterer Streckenabschnitt der insgesamt 2.200 Meter langen Trinkwasserleitung verlegt, rücken die ESM-Experten an, um die einzelnen Leitungsabschnitte miteinander zu verschweißen.