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Erdverkabelung und zwei Trafostationen für Hirschsprung

Raupenbagger bringt Trafo – ESM sorgt für Montage und Inbetriebnahme - Versorgung für Wellerthal und Blumenthal sicherer – Umweltschutz im Blick

SELB/AMRKTREDWITZ. Drei Kraftwerke an der Eger versorgen die Region mit Strom aus Wasserkraft. Eines davon, das Kraftwerk Hirschsprung, bereits seit 100 Jahren. Um die sichere Versorgung mit Wasserkraft kümmert sich der Betreiber, die Firma JK Kraus-Kröninger GmbH, und investiert weiter in die Versorgungssicherheit. Genauso alt wie das Wasserkraftwerk selbst, sind teilweise auch die Freileitungsmasten die den erzeugten Strom über die dortigen Stromleitungen in die Ortsteile Wellerthal und Blumenthal transportiert. „An den Masten nagte der Zahn der Zeit und da die Freileitung durch teilweise hohen Baumbestand führt, waren Versorgungsausfälle bei Sturm und Windbruch nicht ungewöhnlich, so Peter Heller, technischer Leiter der Fa. Kraus-Kröninger GmbH. Deshalb weicht die Freileitung, die vom Kraftwerk Hirschsprung in Richtung des Kraftwerkes Leupoldshammer verläuft, einer Erdverkabelung.

Hier hat der Betreiber der Kraftwerke bereits vorgesorgt und Lehrrohre sowie Kabel auf einer Länge von rund 1,2 Kilometer unterirdisch verlegt. Weitere 2,2 Kilometer folgen im Herbst dieses Jahres. Zwei Trafostationen, die bislang an der Spitze der Strommasten installiert waren, werden durch den Rückbau der Masten ebenso abgebaut. Bei der Erstellung der neuen Trafostationen unterstützt die ESM den Kraftwerksbetreiber tatkräftig. „Die ESM liefert die neuen, bodenstehenden Trafostationen, sorgt für die Montage und Inbetriebnahme, so dass eine hohe Versorgungssicherheit für die Strombelieferung gewährleistet ist“, betont der Stromnetzmeister der ESM, Thomas Badura, der die Arbeiten im Egertal seitens der ESM begleitet.

Natur profitiert von unterirdischer Stromleitung

Auch Großvögeln soll der Rückbau der Freileitungen zugutekommen. Der Erdkabelbetrieb stellt die konfliktärmste Stromübertragungsweise für Vögel dar. Denn Masten und Kabel von Mittelspannungsfreileitungen gehören zu begehrten Rastplätzen von Großvögeln. Doch diese werden ihnen oft zum Verhängnis, wenn sie etwa mit ihren Flügeln zwei Kabel einer. „Das Egertal ist allgemein ein ökologisch sensibles Gebiet. Wir gehen mit größter Vorsicht an die Erdkabel-Verlegung“, betont Peter Heller. Zum Schutz der Natur und Landschaft als Lebensgrundlage für Pflanzen und Tiere werden die noch fehlenden 2,2 Kilometer Erdkabel erst im Herbst verlegt, außerhalb der Vegetationsperiode. Eine Durchquerung der Eger wurde außerhalb der Fisch-Schonzeit schon 2020 erledigt.

Ökostrom aus der Region

„Wir engagieren uns seit vielen Jahren für den Umwelt- und Artenschutz. Ein intaktes Ökosystem ist Grundvoraussetzung für Lebensqualität und Wohlstand“, sagt ESM-Geschäftsführer Klaus Burkhardt. Kundinnen und Kunden des Stromproduktes „ESM Fichtelpower“ erhalten Ökostrom aus erneuerbaren Quellen der Region – wie etwa aus dem Wasserkraftwerk Hirschsprung, dem Windpark Vielitz oder einer Biogasanlage in Erkersreuth. Und diese Regionalität kommt bei Kunden sehr gut an. „Der Bürger sieht wo sein Strom erzeugt wird und steht hinter dem ökologischen Konzept aus der Region. Das dem Kunden das Angebot auch noch mit Honig von fleißigen Bienen vom Wasserwerk in Oberweißenbach versüßt wird, tut sein Übriges bei der Entscheidungshilfe“ so Burkhardt.

 

Bild: Schweres Gerät rückt an: Zwei Trafostationen stellt die ESM am Wasserkraftwerk Hirschsprung auf. Daraus werden die Ortsteile Wellerthal und Blumenthal mit Ökostrom versorgt (Foto: ESM; Bild zum Abdruck frei)