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Klimaschonende Wärme für den Sterngrund

Spatenstich für Heizzentrale – Nahwärme mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung – STEWOG setzt bei der Wärmeversorgung des Quartiers auf die ESM

An die Spaten, fertig, los: Am Montag (22. Mai) haben die ESM und die Stadtentwicklungs- und Wohnungsbau GmbH Marktredwitz (STEWOG) mit einem symbolischen Spatenstich das Startsignal für den Bau einer neuen Heizzentrale in der Barbarastraße gegeben. Dort entsteht das Herzstück der Nahwärme-Insel "Am Sterngrund". Im 1. Bauabschnitt sollen 16 Häuser mit 105 Wohneinheiten und im 2. Bauabschnitt 10 Gebäude mit 62 Wohneinheiten klimaschonend mit Wärme aus zwei hocheffizienten Blockheizkraftwerken beliefert werden. Tatkräftig angepackt haben beim Spatenstich der Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel, STEWOG Geschäftsführer Mario Wuttke, ESM-Geschäftsführer Klaus Burkhardt, und der technische Leiter der ESM Andi Sprenger. Ebenfalls mit von der Partie waren die ESM-Projektleiter Silvio Schedewy und Dominic Blechschmidt.

Bis zu 60 Prozent weniger Endenergie
"Für die Stadtentwicklung sind die energetische Sanierung der Gebäude des Quartiers und der Aufbau einer Nahwärmeinsel von großer Bedeutung", erklärte der Oberbürgermeister, "denn uns geht es um mehr als eine optische Aufwertung. Wir wollen ein Zeichen setzen für Energieeffizienz und Klimaschutz." Klaus Burkhardt, Geschäftsführer der ESM, freute sich, dass die STEWOG und die ESM erneut ein zukunftweisendes Energieprojekt auf den Weg bringen. "Im August 2017 werden die Blockheizkraftwerke in Betrieb gehen, das ist ein Jahr nach Vertragsunterzeichnung." Im Moment versorgt die ESM die Gebäude noch provisorisch mit Wärme. Durch die neue, hocheffiziente Wärmeversorgung über zwei gasbetriebene Blockheizkraftwerke sowie die energetische Sanierung der Häuser reduziert sich der Endenergiebedarf um 50 bis 60 Prozent.

"Die Wohnqualität für unsere Mieter gewinnt enorm durch die Modernisierungsmaßnahme", betonte STEWOG Geschäftsführer Mario Wuttke. Sein Kollege Stefan Büttner ergänzte: "Durch neue Fenster, gedämmte Fassaden, Anbau von Balkonen und behagliches Raumklima steigern wir den Wohnkomfort und erhöhen die Attraktivität des Quartiers."

Optimaler Betrieb durch Pufferspeicher
Die ESM installiert in der neuen Energiezentrale neben den beiden Blockheizkraftwerken einen Spitzenlastkessel mit einer Leistung von 500 Kilowatt sowie Pufferspeicher mit einer Kapazität von insgesamt 7.500 Litern. Weitere Pufferspeicher und je eine Übergabestation befinden sich in jedem Gebäude.

"Dadurch lässt sich der Betrieb der Blockheizkraftwerke, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen, optimieren", erklärte Klaus Burkhardt. Beide Blockheizkraftwerke gemeinsam haben eine Leistung von 120 kW elektrisch und rd. 200 kW thermisch. Der erzeugte Strom gelangt über das Stromnetz der ESM u.a. auch zu den Stromkunden im Quartier.

Clevere Produkte verringern Aufwand und erhöhen Effizienz
Mit der Verlegung der Wärmeleitungen hat die ESM bereits im Herbst vergangenen Jahres begonnen: Im ersten Bauabschnitt sind es rund 290 Meter, im zweiten um die 200 Meter. "Wir verwenden sogenannte Duo-Rohre", erläuterte der ESM-Chef, "da sind in einem Paket Vor- und Rücklauf enthalten. Das reduziert Wärmeverluste, spart Zeit, Kosten und minimiert die Grabarbeiten. Der Graben kann wesentlich schmäler gehalten werden, was in dem dicht bebauten Gebiet ein weiterer Vorteil ist." Das gesamte System der Nahwärme-Insel "Am Sterngrund" wird später von der Netzleitstelle der ESM fernüberwacht. "Auf diese Weise erkennen wir eventuelle Störungen vor Ort sehr frühzeitig und können sie umgehend beheben. Unser Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr einsatzbereit", meinte Klaus Burkhardt.

Die Heizzentrale ist so gestaltet, dass eine Erweiterung und der Anschluss weiterer Gebäude möglich sind. Auch an eine Anschlussmöglichkeit für industrielle Abwärme wurde gedacht. Die STEWOG und die ESM haben bereits seit 2014 ein gemeinsames Mieterstromprojekt initiiert. Es ist mit 36 Wohneinheiten vermutlich das kleinste Mieterstromprojekt in Deutschland und soll wertvolle Erkenntnisse über zukünftige Möglichkeiten der dezentralen Stromversorgung liefern.

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