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Nächste Etappe beim Energieprojekt „Am Sterngrund“

Beim Quartierskonzept in Marktredwitz beginnt der nächste Bauabschnitt – Kessel für 280 Tonnen Holzpellets ergänzt Anlage zur hybriden Energiegewinnung – ESM versorgt bald 270 Haushalte effizient mit Wärme

SELB/MARKTREDWITZ. Wohnkomfort, Energieeffizienz und Klimaschutz greifen im Vorzeige-Quartier „Am Sterngrund“ ineinander. Schon jetzt werden dort mehr als 100 sanierte Wohnungen von einem erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerk (BHKW) umweltschonend mit Nahwärme versorgt. Zukünftig kommen 40 neue Wohneinheiten durch den Neubau der Allgemeinen Baugenossenschaft (ABG) in der Marienstraße hinzu, sukzessive auch weitere Wohneinheiten die modernisiert werden. Um diese neuen Gebäude mit Raumwärme und Warmwasser versorgen zu können, wird das Nahwärmenetz jetzt um weitere 300 Meter ausgebaut. Zum Spatenstich des neuen Bauabschnitts „Am Sterngrund“ trafen sich am Montag (28. Juni): Oberbürgermeister Oliver Weigel, Klaus Burkhardt, Geschäftsführer der Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH (ESM), Mario Wuttke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wohnungsbau GmbH Marktredwitz (STEWOG) und Dr. Stefan Roßmayer, geschäftsführender Prokurist der Allgemeinen Baugenossenschaft Marktredwitz (ABG). „Derartige Quartierskonzepte bringen nicht nur die Stadt selbst, sondern die Region in Sachen Nachhaltigkeit und Lebensqualität voran“, betont Oliver Weigel. „Das Wohngebiet „Am Sterngrund“ wird nicht nur optisch modern, sondern auch deutlich emissionsärmer und somit umweltschonender“, fügt ESM-Chef Klaus Burkhardt hinzu. Der Einsatz von Pellets im Nahwärmenetz trägt aber nicht nur zum Klimaschutz, nämlich der CO2-Reduktion bei. Sie entlastet auch den Geldbeutel der Mieter, da die CO2-Steuer von momentan 25 € pro Tonne CO2 bis 2025 auf 55 € steigt. Auch sind durch den hohen Anteil von erneuerbaren Energien an der Wärmeproduktion künftig höhere Förderungen bei weiteren Modernisierungen möglich

Pelletkessel für die Barbarastraße

Kernstück der erweiterten Wärmeversorgungsanlage wird zukünftig ein Pelletkessel mit einer Leistung von ca. 400 Kilowatt. Die sogenannte „Hybridanlage“ wird dann jährlich aus rund 280 Tonnen Holzpellets den zusätzlichen Wärmebedarf decken. „Wenn das Quartier mit den 270 Wohneinheiten voll erschlossen ist, wird das Nahwärmenetz rund 700 Meter lang sein und jährlich etwa 1,8 Millionen Kilowattstunden Wärme transportieren“, erklärt Dominic Blechschmidt, Projektleiter für die Nahwärmeinsel „Am Sterngrund“ bei der ESM. In den angeschlossenen Gebäuden befinden sich dann Pufferspeicher mit einer Kapazität von mehr als 30.000 Litern.

Starke Partner für zukunftsweisendes Wärmekonzept

Durch die Kooperation der STEWOG und ABG entsteht im Nordosten von Marktredwitz das richtungsweisende Quartierskonzept „Am Sterngrund“. In drei Bauabschnitten trimmte das Wohnungsbauunternehmen STEWOG seine Liegenschaften auf Zukunft – mit neuen Fenstern, gedämmten Fassaden, Anbau von Balkonen und einer effizienten Nahwärmelösung. Auch die ABG schaffte modernen Wohnraum: Die in die Jahre gekommenen Häuser in der Marienstraße hat die ABG abgerissen und durch ein Verwaltungsgebäude und 40, derzeit im Bau befindliche, seniorengerechte Wohneinheiten ersetzt. Die Versorgung des Quartiers mit klimafreundlicher Nahwärme übernimmt die ESM über die Heizzentrale in der Barbarastraße, wo derzeit ein modernes, erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom und Wärme gleichzeitig und hocheffizient produziert. Bereits Ende 2017 wurden mehr als 100 sanierte Wohnungen im Quartier daran angeschlossen. Über ein Nahwärmenetz gelangt die Wärme auf kürzestem Weg zu den Haushalten, während der gleichzeitig erzeugte Strom aus dem BHKW in das ESM-Stromnetz eingespeist und lokal verbraucht wird. Für den nun beginnenden Neubau und Anschluss weiterer Wohngebäude wird in der Heizzentrale künftig ein Doppelherz schlagen.

Vollumfänglicher Wohnkomfort – vom Glasfaseranschluss bis hin zur Wandladestation
Zeitgleich zu den Wärmeleitungen verlegt die ESM parallel auch ein Leerrohrsystem, das viele Vorteile mit sich bringt. Ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten können zukünftig hierdurch Kabel und Leitungen eingebracht werden. Vom Einbau von zusätzlichen Stromkabel zur Weiterleitung von Solarstrom bis zum Anschluss von E-Ladesäulen ist dann alles denkbar. Zudem verlegt die ESM ebenfalls ein sogenanntes „Microrohrsystem“ gleich mit. Darin können auch später noch Glasfaser und Datenleitungen eingebracht werden.

Bild: Spatenstich zum nächsten Bauabschnitt der Wärmeinsel „Am Sterngrund“ V.l.n.r. Mario Wuttke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wohnungsbau GmbH Marktredwitz, Dominic Blechschmidt, ESM-Projektleiter, Dr. Stefan Roßmayer, geschäftsführender Prokurist der Allgemeinen Baugenossenschaft Marktredwitz, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Silvio Schedewy, ESM Betriebsingenieur und Klaus Burkhardt, Geschäftsführer der Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH. (Foto: ESM; Bild zum Abdruck frei)