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Wasserdetektive unterwegs

Derzeit sind Wasserdetektive der 4. und 5. Schulklassen in den Trinkwasser- versorgungsgebieten der ESM unterwegs.

Im Rahmen ihres 125-jährigen Trinkwasser-Jubiläums hat die ESM an allen Schulen in Selb und den Schulverband Schirnding-Hohenberg Forschergutscheine für die 4. und 5. Klassen ausgegeben. Erforscht werden soll die Wasserqualität, aber auch die vorhandenen Lebewesen in unseren Fließgewässern. Bei der praktischen Umsetzung des Projektes wird die ESM von der Ökologischen Bildungsstätte Hohenberg (ÖBI) unterstützt.

Vor der Erkundung gab es für die Schülerinnen und Schüler auch noch etwas geschichtlichen Hintergrund zur Trinkwasserversorgung. 1896, also genau vor 125 Jahren, baute man einen Trinkwasser-Hochbehälter am Karrenbühl in Oberweißenbach und verlegte eine Wasserleitung nach Selb. Nach und nach wurden auch alle Häuser der Stadt an das Leitungssystem angeschlossen. Welch ein Komfort! Denn hatte man keinen eigenen Hausbrunnen, musste man sich das Wasser für den täglichen Gebrauch noch aus den Stadtbrunnen holen und das im Sommer wie im Winter! 1896 war praktisch die Geburtsstunde der Trinkwasserversorgung Selb.

Aber nur, wenn in Bächen und Flüssen sauberes Wasser fließt, ist auch unser Trinkwasserschatz gesichert. Wie es denn mit der Wasserqualität des Selbbachs aussieht, das erkundete jetzt die 4. Klasse der Luitpold-Grundschule Selb. Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Forscherausrüstung ging es ans Werk. So entdecken die kleinen Forscher Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven, Egel und verschiedene Schnecken. Anhand einer Bestimmungstafel werden die Tiere zugeordnet und in ein Gewässergüteprotokoll eingetragen. Im Selbbach kommen sowohl Lebewesen vor, die in sauberem, als auch in trüberem Wasser vorkommen. Es handelt sich hier also um ein mäßig verschmutztes Gewässer, wie die Kinder festgestellt haben. Dabei bedeutet verschmutzt nicht, dass das Wasser mit Giftstoffen verunreinigt ist. Es kann auch nur natürlicherweise trüb und schlammig sein. Interessant wird sein, wie sich die derzeitige Renaturierung das Selbbaches auf die Gewässergüte als auch auf den Artenreichtum auswirken wird.

In Deutschland kommt Trinkwasser immer in ausreichender Menge und bester Qualität aus der Leitung. Das ist in vielen anderen Ländern auf unserem Planeten sehr häufig nicht der Fall. Hier in Selb sorgt die ESM dafür, dass das so ist und bleibt. Damit bei jedem Einzelnen zuhause immer sauberes Trinkwasser ankommt, unterhält die ESM ein 230 Km langes Rohrnetz, das ist ungefähr die Strecke von Selb nach München. Aus 16 Quellen und Tiefbrunnen wird das Wasser gewonnen und in vier Wasserwerken wird es zu Trinkwasser aufbereitet. Mittels Analysen kontrolliert die ESM regelmäßig, ob die strengen Anforderungen an das Trinkwasser auch eingehalten werden.

Die ÖBI Hohenberg führt seit vielen Jahre gemeinsame Umweltbildungsprojekte mit den Schulen in Kooperation mit der ESM durch. Die Kinder erforschen die Lebewesen im Wasser. Diese geben Auskunft über die Qualität des Wassers. Den Kindern macht die Gewässererkundung immer wieder sehr viel Spaß. Das Angebot der ESM wird daher immer wieder gerne von den Schulen angenommen.

Bildunterschrift: Wasserdetektive am Selbbach unterwegs. Gemeinsam mit Susanne Bosch und Christina Buchwald von der Ökologischen Bildungsstätte untersuchte heute die Klasse 4e, der Luitpold-Grundschule Selb, das Gewässer nach Lebewesen. In kleinen Gruppen wurden dann die Tiere in einer Becherlupe bestimmt und in eine Artenliste eingetragen. Ein spannender und etwas anderer Schultag die den Schülerinnen und Schüler mit Forschereifer nachgingen.