Trockenheit bleibt ein wichtiges Thema. ESM behält die Versorgung im Blick.

Seit Wochen beschäftigt die Trockenheit viele Regionen Deutschlands. Zwar haben Regenfälle und etwas kühlere Temperaturen in den vergangenen Tagen stellenweise für eine leichte Entspannung gesorgt, dennoch rufen zahlreiche Städte und Gemeinden weiterhin zu einem sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf oder haben Einschränkungen bei der Wassernutzung erlassen. Auch viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region fragen deshalb: Wie steht es um die Trinkwasserversorgung in unserer Region?

Grund genug, einen Blick hinter die Kulissen der regionalen Wasserversorgung der Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH (ESM) zu werfen. Wie entwickelt sich der Wasserverbrauch? Welche Auswirkungen hat die anhaltende Trockenheit auf die Wassergewinnung? Und wie gut ist die ESM auf längere Hitzeperioden vorbereitet?

Wenn die Temperaturen steigen

„Natürlich beobachten wir derzeit einen erhöhten Wasserverbrauch", erklärt ESM-Trinkwassermeister Christian Fraß. „Wir sehen gerade den Anstieg bei einigen Industriebetrieben, der auch produktionsbedingt sein kann, aber auch in den Privathaushalten steigt der Bedarf – beispielsweise für Gartenbewässerung oder andere Anwendungen an heißen Sommertagen."

Die ESM versorgt rund 10.000 Haushalte sowie zahlreiche Gewerbe- und Industriebetriebe in Selb, Schirnding und Hohenberg mit Trinkwasser. Jährlich werden rund eine Million Kubikmeter Wasser gefördert, aufbereitet und über ein 210 Kilometer langes Leitungsnetz verteilt – genug, um das Selber Hallenbad etwa 1.000 Mal vollständig zu befüllen.

Woher unser Wasser kommt

Gewonnen wird das Wasser aus mehreren Quellen und Tiefbrunnen in den Gewinnungsgebieten Reichenbach, Brunn und rund um den Steinberg bei Hohenberg. Während die Schüttungsmengen der Quellen bei anhaltender Trockenheit zurückgehen können, liefern die Tiefbrunnen derzeit weiterhin zuverlässig Grundwasser. Zusätzlich ermöglicht die technische Infrastruktur wie in Selb, Wasser flexibel zwischen den einzelnen Versorgungszonen zu verteilen und auf veränderte Bedingungen zu reagieren.

Gut vorbereitet

Die Versorgungssituation wird dabei kontinuierlich überwacht. Fördermengen, Speicherstände und Verbrauchswerte werden live ausgewertet, sodass auf Veränderungen sofort reagiert werden kann. Nach derzeitigem Stand ist die Trinkwasserversorgung im gesamten ESM-Versorgungsgebiet gewährleistet. Die verfügbaren Wasserressourcen reichen derzeit aus, um Haushalte sowie Gewerbe- und Industriebetriebe zuverlässig zu versorgen. Gleichzeitig beobachtet die ESM die Entwicklung der Wetterlage und der Wasserressourcen aufmerksam, da sich langanhaltende Trockenperioden auch auf die Wasserversorgung auswirken können.

Wasser ist keine Selbstverständlichkeit

ESM-Geschäftsführer Mathias Jakob ordnet die aktuelle Situation ein:

„Nach heutigem Stand muss man sich um die Trinkwasserversorgung in unserem Versorgungsgebiet keine Sorgen machen. Unsere Tiefbrunnen und Quellen liefern derzeit ausreichend Rohwasser. Gleichzeitig beobachten wir die Entwicklung sehr genau. Trinkwasser ist und bleibt ein kostbares Lebensmittel. Deshalb sollte jeder von uns bewusst und sparsam mit dieser wertvollen Ressource umgehen."

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