Regionale Industriebetriebe, IHK und ESM gründen Firmennetzwerk.

Ziel: Energieeinsparung, Kostensenkung, von Praxisbeispielen anderer lernen und profitieren.

Hohe Energiepreise, steigende Steuer- und Abgabenlast sowie zunehmend komplexe und langwierige Förderverfahren setzen produzierendes Gewerbe und Mittelstand stark unter Druck. Investitionen in die energetische Transformation werden dadurch erschwert. Um Unternehmen in der Region gezielt zu unterstützen, wurde das regionale Energie-Effizienz-Netzwerk für Synergie, Nachhaltigkeit und Kompetenz (rEEN SYNK) gegründet. Initiatoren sind das Institut für Energietechnik (IfE) aus Amberg sowie die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM).

Klare Ziele für die kommenden Jahre 

Ziel des Netzwerks ist es, Energieeinsparpotenziale systematisch zu identifizieren, Kosten zu senken und durch den Austausch von Praxisbeispielen voneinander zu lernen. Gleichzeitig soll der Weg zu einer effizienten, regenerativen und zukunftssicheren Energieversorgung gemeinsam gestaltet werden. ESM-Geschäftsführer Mathias Jakob betonte bei der Auftaktveranstaltung die Bedeutung des Schulterschlusses zwischen Energieversorger und Unternehmen. „Angesichts knapper Ressourcen, fortschreitender Dekarbonisierung und wachsender Komplexität der Energiewelt seien klare Ziele und konkrete Maßnahmen über mehrere Jahre hinweg entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Sie bedeuten somit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen in unserer Region“, so Jakob.

Teilnehmer des Netzwerkes

Zehn Vertreterinnen und Vertreter der Firmen: Kyocera Fineceramics Europe GmbH, Netzsch Business Services GmbH, Textilveredlung Drechsel GmbH, Vishay Electronic GmbH, RHI Magnesita Deutschland AG sowie der IHK für Oberfranken Bayreuth nahmen als Netzwerkteilnehmer beim Gründungstreffen teil. 

In der Diskussion wurde deutlich, dass insbesondere energieintensive Betriebe im internationalen Wettbewerb unter erheblichem Kostendruck stehen. Technisch ausgereifte Alternativen zu fossilen Energieträgern seien vielerorts noch nicht verfügbar oder mit hohen, schwer finanzierbaren Investitionen verbunden. Zudem werde der „Förderdschungel“ immer unübersichtlicher und binde zusätzliche personelle Ressourcen.

Professionelle Unterstützung 

Hier setzt das IfE mit seiner fachlichen Begleitung an. Das Institut bringt langjährige Erfahrung im Energiebereich sowie ein breites Netzwerk aus Forschung, Wirtschaft und Politik ein. Ziel ist es, regulatorische Entwicklungen einzuordnen, Einsparpotenziale transparent zu machen und gemeinsam tragfähige Lösungen für eine sichere, resiliente und bezahlbare Energieversorgung zu entwickeln.

Gemeinsam vom Wissen aller profitieren

Das Energieeffizienz-Netzwerk ist auf drei Jahre angelegt und umfasst drei Netzwerktreffen pro Jahr. Die Treffen werden abwechselnd an den jeweiligen Firmenstandorten stattfinden, um auch praktische Herausforderungen oder erfolgreiche Umsetzungen zur Energieeffizienz aufzeigen zu können. Weitere interessierte Unternehmen können sich dem Netzwerk gerne noch anschließen. Im Anschluss des ersten Treffens besuchten die Teilnehmenden die ESM-Energiezentrale im Benker-Areal in Marktredwitz. Diese wird nachhaltig und energieeffizient mit nachwachsender Biomasse aus der heimischen Produktion betrieben.

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