E-Mobilität: Strategisch für Flotten, attraktiv für Mitarbeitende

Hohe Kraftstoffpreise bei gleichzeitig sinkenden Anschaffungskosten machen Elektromobilität zunehmend attraktiver. Die ESM baut ihre E-Fahrzeugflotte seit Jahren konsequent aus und senkt damit nachhaltig Kosten. Gleichzeitig profitieren Mitarbeitende von zusätzlichen Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz.

Der Gang zur Zapfsäule ist für Privatpersonen wie für Unternehmen längst zu einer spürbaren Kostenbelastung geworden. Betriebe mit großen Fuhrparks stehen vor steigenden Betriebsausgaben, die zunehmend wirtschaftlichen Druck erzeugen. Vor diesem Hintergrund gewinnt Elektromobilität als nachhaltige und zugleich wirtschaftliche Alternative weiter an Bedeutung.

Mehr E-Fahrzeuge als Verbrenner

Die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) setzt bereits seit 2017 auf den schrittweisen Ausbau ihrer elektrifizierten Fahrzeugflotte. Ziel ist es, Emissionen langfristig zu reduzieren, Betriebskosten zu senken und die Energieeffizienz zu erhöhen. „Ein VW Up!, der für innerstädtische Fahrten als Poolfahrzeug genutzt wurde, markierte unseren Einstieg in die Elektromobilität. Mit einer Reichweite von etwas über 100 Kilometern war er zwar kein Langstreckenfahrzeug, erfüllte jedoch die damaligen Anforderungen im urbanen Einsatz vollständig“, so ESM-Geschäftsführer Mathias Jakob. Inzwischen übersteigt der Anteil der Elektrofahrzeuge erstmals den der konventionellen Verbrenner: Von insgesamt 45 Fahrzeugen sind 24 elektrisch betrieben – darunter Monteurfahrzeuge, Dienstwagen sowie Transportlösungen für den betrieblichen Einsatz.

„Gerade im Bereich der Nutzfahrzeuge beobachten wir eine dynamische Marktentwicklung hin zu praxistauglichen Reichweiten und leistungsfähigen Modellen. Gleichzeitig liegen die Betriebskosten von Elektrofahrzeugen, insbesondere aufgrund geringerer Energie- und Wartungskosten sowie Steuervorteile, unter denen klassischer Benzin- und Dieselfahrzeuge“, erläutert ESM-Fuhrparkmanager Niklas Schmidling.

Ladeinfrastruktur als Schlüssel

Ein zentraler Baustein der erfolgreichen Umstellung ist der konsequente Ausbau der Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort. Auf dem ESM-Werkshof in Selb stehen derzeit 21 Ladepunkte zur Verfügung. Im Jahr 2025 wurden dort rund 40.000 Kilowattstunden Strom in Fahrzeugbatterien geladen. Ein Teil der Energie stammt aus selbst erzeugtem Solarstrom eines Photovoltaik-Carports, der übrige Anteil aus regional erzeugtem Ökostrom. Diese Kombination stärkt nicht nur die CO₂-Bilanz, sondern erhöht zugleich die Unabhängigkeit von externen Energiepreisschwankungen.

Vorteile auch für Mitarbeitende

Auch für die Mitarbeitenden der ESM bietet die Elektromobilität Vorteile: Während der Arbeitszeit können sie ihre privaten Elektrofahrzeuge an den betriebseigenen Ladesäulen aufladen. „Das Laden meines E-Fahrzeugs während der Arbeitszeit ist für mich ein echter Benefit. Während die Dienstfahrzeuge tagsüber im Einsatz sind, stehen ausreichend Ladepunkte zur Verfügung. Zudem profitieren wir von einem vergünstigten Ladetarif an den Wallboxen“, berichtet Mitarbeiterin Claudia Summerer.

Politik setzt Impulse für Ladeinfrastruktur 

Zusätzliche Impulse kommen auch von politischer Seite: Seit dem 15. April 2026 stellt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Fördermittel in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro bereit, um die Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern gezielt auszubauen. Gefördert werden nicht öffentlich zugängliche Ladepunkte an Wohngebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten. Die Zuschüsse sind als gestaffelte Festbeträge pro Stellplatz konzipiert. Ziel ist es, das Laden zu Hause als zentrale Voraussetzung für den Umstieg auf Elektromobilität weiter zu stärken.

Der schnelle Kontakt!